Aromapflege

Professionell pflegen unter Einbeziehung aller Sinne - Dieses Ziel haben wir täglich vor Augen, wenn wir unsere Bewohner versorgen und zufrieden stellen möchten. Dabei kombiniert die Pflege mit Erkenntnissen aus der Aromatherapie das Wohlbefinden des Menschen durch die Welt der Düfte und deren Wirkweisen, wie auch die Anwendung von Pflegeprodukten auf Naturbasis ohne Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Alkohol und Paraffin. Durch die eigene Herstellung und in Absprache mit unseren behandelnden Ärzten wissen wir, was unsere Pflegeprodukte an Inhaltsstoffen enthalten und wie diese vertragen werden.

Aromapflege ist ein Teilbereich der Aromatherapie. Die Aromatherapie ist in Deutschland per Gesetz Ärzten vorbehalten und gehört zur Phytotherapie. Sie beinhaltet die gezielte therapeutische Anwendung von Ölen pur oder gemischt über den Geruchssinn, Haut und Schleimhäute.

Als anerkannte Pflegemethode wird die Aromapflege in die pflegerischen Handlungen auf der Grundlage von Anamnese und Pflegeplanung als unterstützende Maßnahme individuell integriert. Inhalte der Ausbildung waren entsprechend unter anderem die Herstellung, Qualitätssicherung, Dosierung, Wirkung und Anwendung einzelner Öle sowie Indikationen und Kontraindikationen vor allem im neurologischen Bereich.

Lehrinhalte der Aromapflege befinden sich bereits in der Berufsausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegeschüler/innen

Zur äußerlichen Anwendung kommen 100 Prozent naturreine ätherische Öle, Hydrolate, fette Pflanzenöle sowie bereits speziell für die Pflege hergestellte Mischungen. Die Wirkung der Öle entfaltet sich nicht nur über den Geruchssinn, sondern auch über die Aufnahme über die Haut, sodass sogar intubierte, tracheotomierte und beatmete Bewohner profitieren. Über die Haut gelangen die Öle in den Organismus: Blut- und Lymphbahnen transportieren die ätherischen Stoffe. Über Lunge, Leber und Niere werden sie wieder ausgeschieden.

Das Düfte eine gezielte Wirkung in uns auslösen können, zeigt die stimmungsaufhellende Wirkung von Kaffee am Morgen. Hier sorgt in erster Linie nicht der Geschmack für Euphorie, sondern das Aroma, welches sich im Raum verteilt. Viele Einflüsse geschehen jedoch auch in unserem Unterbewusstsein. Auch wenn wir viele Gerüche nicht bewusst warnehmen, bedeutet dies nicht, dass diese uns nicht beeinflussen können. Die Wahrnehmung natürlicher Düfte in der Umgebung, die beispielsweise jahreszeitenspezifisch in Erscheinung treten, wie kalte und erfrischende Winterluft oder Frühjahresdüfte durch Gräser und blühender Pflanzen und Bäume.

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In enger Zusammenarbeit mit unseren behandelnden Ärzten und Therapeuten haben wir die Aromapflege als feste Säule unseres pflegerischen Handelns in unserer Einrichtung integriert. Wir freuen uns die vielseitigen Anwendungen nutzen zu können, welche von der Grundpflege bis hin zur basalen Stimulation reichen. Auch durch eine gezielte Hautpflege mit unseren Produkten, konnten wir bereits einen merklichen Rückgang an Intertrigos feststellen.

Die Aromapflege wird seitens unserer Bewohner als wohltuend und entspannend empfunden. Darum werden wir auch in Zukunft an diesem vielversprechenden Zweig der Aromatherapie festhalten und unsere Kenntnisse stetig erweitern.

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